Panorama

Es ist schon eine Menge Arbeit, ein "normales" Bild vernünftig aufzunehmen, bzw. zu bearbeiten. Bei den Panoramen wird es dann noch etwas heftiger.
Wenn man ein Panorama aus mehreren Aufnahmen erstellen will, darf man den Standpunkt zur Zeit der Aufnahme nicht verändern, sonst sieht man es beim Zusammenfügen an den Punkten der Überlappung. Das gilt auch für den Aufnahmemodus. Es kann beispielsweise passieren, dass die Kamera im Automodus die einzelnen Bilder unterschiedlich belichtet und damit unterschiedliche Bildqualitäten der Einzelaufnahmen erzeugt. Das hat dann auch sichtbare Übergänge zur Folge und/oder bringt viel Nachbearbeitung mit sich.

Beim 2D-Panorama (hier als Flat-Pano zu finden) geht das alles noch! Richtig empfindlich wird es dann bei 360°-Panos. Hier erzeugt man ganz schnell "Schatten" oder "Geister", bzw. hat böse Kanten bei den Übergängen. Zu der Verwendung eines guten Fisheye-Objektives kommt dann noch ein gutes Stativ und ein Panoramakopf mit Schwenkarm und Wasserwaage. Theoretisch reichen 6 wirklich saubere Aufnahmen (4 Bilder je 90°-Schritten im Kreis, je eins senkrecht nach oben und unten), die dann mittels einer Panorama-Software verarbeitet werden. Ich verwende in der Regel mindestens 12 Bilder (8 Bilder je 45°-Schritten im Kreis, jeweils 2 nach oben und unten) oder auch mehr. Das ist abhängig davon, wieviele Details es zu erfassen gilt. Bei weiträumigen Landschaften genügen mir 8 Bilder mit 45°. Detailreiche Innenräume wirken mit mehr Bildern auch besser, wodurch ich hier meist 12 à 30° oder auch zwei Ebenen, also 24 Bilder + die 4 nach oben und unten, was dann 32 Einzelaufnahmen für ein Panorama ergibt.

Ich schreibe im 360°-Bereich noch etwas mehr, werde das Thema aber nicht völlig ausreizen, da es so komplex ist, dass man dafür schon eine eigene komplette Webseite einrichten kann. Diese gibt es reichlich im Internet. Dort findet man auch die kleinen Details, die hier den Rahmen sprengen würden.